Zweihandspielen

Sooo, wir haben schon eine Zeit lang nichts mehr geschrieben, was hauptsächlich daran liegt, dass wir uns gerade auf die Arbeit (Marlene) oder Ferien-Haben (Markus) konzentrieren und der Alltag daher – im besten Sinne – vor sich hin „plätschert“. Das Segeln rückt zur Zeit etwas in den Hintergrund. Aber weil wir auch die schöne Kategorie Zweihandleben haben, will ich euch heute berichten, womit wir uns aktuell sehr beschäftigen: Spiele! Gesellschaftsspiele, die man gut zu zweit spielen kann, stehen bei uns hoch im Kurs und fast täglich suchen wir in den örtlichen Geschäften oder im Internet nach neuen Spieleideen. Dieses Thema ist natürlich auch fürs Segelboot interessant, als schöne Abendbeschäftigung, wenn man bspw. im Hafen, vor Anker, an einer Boje oder wo-auch-immer liegt J.

Wer sich von euch auch damit beschäftigen möchte oder, wie wir, bereits vom Spiele-Fieber ergriffen ist, bekommt vielleicht noch ein paar neue Anregungen… Wir freuen uns natürlich auch, wenn ihr uns eure Tipps schreibt! J

Welche Spiele wir für zwei super finden, sind aktuell:

  • Die Siedler von Catan – das Würfelspiel

Das haben wir erst vor Kurzem ausprobiert und sind sehr begeistert. Vor allem ich, weil ich (was selten vorkommt) meistens gewinne. Jeder Spieler bekommt einen Zettel, auf dem das Spielfeld abgebildet ist sowie eine Legende, welche Würfelmotive man für welche Figur benötigt. Wie im klassischen Siedler von Catan kann man Straßen, Ritter, Siedlungen und Städte bauen. Für jede dieser Figuren benötigt man eine bestimmte Zusammensetzung von Würfelmotiven. Es gibt sechs Würfel, gewürfelt wir immer maximal drei Mal. Je nachdem, welche Figur man schließlich baut, bekommt man Punkte, die man ebenfalls auf seinem Zettel vermerkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Spannend wird es, finde ich, v.a. deswegen, weil man nicht beliebig bauen kann, sondern sich an eine vorgegeben Reihenfolge halten muss.

  • The Game und The Game Extreme

The Game hat Markus zum Geburtstag geschenkt bekommen und inzwischen gehört es zu unseren fast täglichen Spieleabenden. Erst vor Kurzem haben wir uns dann auch The Game Extreme geholt.

The Game ist ein kooperatives Spiel, wir müssen also zusammenarbeiten, um „das Spiel zu besiegen“, wie es in der Anleitung so schön heißt. Man hat insgesamt 4 Kartenstapel – zwei beginnen mit der Zahl 1, zwei mit der Zahl 100. Dazu kommen Handkarten mit den Zahlen zwischen 2 und 99. Man muss die Kartenstapel jeweils bis zum Ende füllen, d.h. auf die Stapel beginnend mit 1 werden die Handkarten in aufsteigender Reihenfolge (bis 99) abgelegt, auf die Stapel beginnend mit 100 in absteigender Reihenfolge (bis 2). Kommunikation ist eingeschränkt erlaubt. Man muss immer höher oder niedriger legen, jeder Spieler muss pro Runde zwei Handkarten ablegen. Teilweise echt schwer, aber immer wieder spannend. Bei The Game Extreme kommen dann noch Aufgaben hinzu, die auf den Karten stehen und die erfüllt werden müssen, z.B. „3 Karten ablegen“ oder „Keine Kommunikation mehr“.

  • Zug um Zug

Eigentlich hatten wir ein Spiel im Sinn, das Markus vor Jahren mal gespielt hat, sind dann aber durch den Tipp einer Freundin auf Zug um Zug gekommen, das wohl so ähnlich funktioniert. Hier geht es darum, Städte mittels Zugwaggons zu verbinden. Diese können gelegt werden, wenn man die benötigte Kartenanzahl in derselben Farbe als Handkarte hat. Welche Städte man verbinden muss, wird einem auf sog. Zielkarten mitgeteilt, die man am Anfang des Spiels zieht. Für das Erreichen der Ziele laut Zielkarten bekommt man Punkte, für das Nichterreichen Punktabzüge. Ein strategisches Spiel, bei dem man sowohl die eigenen Karten als auch die Aktionen des/der Mitspieler(s) im Auge behalten muss ;).

  • Ligretto

Mein Lieblingsspiel! 😉 Es geht um Schnelligkeit – mein Vorteil ist, dass ich Ligretto schon seit Jahren kenne und geübt bin. Für Markus manchmal etwas frustrierend. Die Karten, die man am Anfang bekommt, müssen in der Mitte auf Stapel abgelegt werden, nach Zahlenwerten und nach Farben sortiert. Es gibt kein abwechselndes „Du bist dran“, sondern alle spielen gleichzeitig, was das Ganze erschwert. Aber auch ein riesen Spaß ist!

 

Ebenfalls zu zweit spielbar, aber von uns eher für mehr Personen (ab 3 Spielern) bevorzugt:

  • Pandemic

Pandemic spielen wir seit Monaten bis zum Abwinken und bei uns nur noch bekannt unter „Welt retten“. Es ist allerdings auch großartig. Pandemic ist ein kooperatives Spiel, alle treten also gemeinsam an. Und zwar gegen Virusinfektionen bzw. Seuchen, die die Weltbevölkerung befallen. Wir als Spieler müssen Heilmittel entdecken und –wenn möglich- die Viren ausrotten. Im klassischen Pandemic gibt es 4 unterschiedliche Seuchen. Zu Beginn zieht jeder eine Rolle, die er übernimmt, z.B. Sanitäter oder Wissenschaftlerin. Je nach Rolle hat man bestimmte Fähigkeiten, die bei der Suche nach Heilmitteln hilfreich sind. Und dann gibt es da noch die Epidemien, die immer wieder ausbrechen und die Eindämmung der Viren extrem erschweren können. Die Anleitung zum Spiel klingt am Anfang ziemlich kompliziert, aber wenn man erstmal angefangen hat, ist es eigentlich recht einfach und man hat die Regeln schnell verinnerlicht. Wer es noch nicht kennt, dem kann ich es nur empfehlen. Markus hat sich inzwischen auch die App dazu aufs iPad geholt, sodass wir nicht immer das große Spiel mit auf Reisen nehmen müssen.

  • Hanabi

Das haben wir einmal zu zweit ausprobiert, allerdings wenig erfolgreich. Zu dritt oder mehr spielt es sich wesentlich angenehmer, finde ich. Es geht darum, Karten nach Zahlenwerten und Farben sortiert abzulegen. Der Clou dabei ist allerdings, dass man die eigenen Karten nicht sieht. Die Mitspieler können Hinweise geben, welche Karten man auf der Hand hat – pro Hinweis entweder zum Zahlenwert oder zur Farbe -, aber auch nur eingeschränkt. Möchte man mehr Hinweise geben können, kann man  Karten zur Seite, also aus dem Spiel, legen. Aber auch hier wieder ein Fallstrick: jede Karte ist nur in begrenzter Anzahl im Spiel vorhanden.

 

Ich bin gespannt, welche Spiele als nächstes kommen. Vielleicht folgt sogar dieses Jahr noch ein Besuch auf einer Spielemesse, wo wir uns dann richtig austoben können ;).

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